
SHVF- und FSVA-Technikseminare
Am Samstag, 26. Januar 2019 fand in der Berufsfachschule BBB in Baden das Technikseminar statt. Mehr als 150 Inspektoren von Markenclubs aus der ganzen Schweiz liessen sich weiterbilden und informieren. Ungefähr die Hälfte der Teilnehmer wurden am Vormittag unterrichtet, die andere Hälfte am Nachmittag. Das fakultative Mittagessen wurde gemeinsam eingenommen. So konnten bekannte Personen getroffen werden und Interessantes ausgetauscht werden.
In der Nachmittagsgruppe haben vom Renault Heck Club Suisse teilgenommen die Inspektoren: Herbert Born, Ernst Kasper und Felix Ofner. Felix Buser hat sich entschuldigt.
Die Begrüssung fand durch Felix Aschwanden, Technikverantwortlicher im SHVF, statt. Er entschuldigte den SHVF Präsidenten Bernhard Taeschler, der zur Zeit in Südafrika weilt. In seiner Einleitung erklärte und begründete Aschwanden die neue Struktur des Technikseminars:
- Vormittags- und Nachmittagsgruppe
- dadurch kleinere Gruppen für die Workshops
- Gruppenbildung nach Wissensstand der Teilnehmer
- trotzdem ein gemeinsames Mittagessen
Im Jahr 2018 erfolgte wiederum eine Steigerung der in der CH ausgestellten FIVA ID-Cards. insgesamt 604 Dossiers wurden bearbeitet und erledigt (530 im Jahr 2017). 2018 wurden Abläufe beim SHVF neu organisiert. Der FIVA Sitz wechselte von Brüssel nach Turin und das neue elektronische System zur Einreichung der Anträge funktioniert noch zu wenig stabil. All dies sind Gründe, weshalb es zwischenzeitlich zu Verzögerungen bei der Ausstellung von IDCards kam.
2019 wird mit Hochdruck an der Umstellung weitergearbeitet und Feldversuche gestartet. Alle warten interessiert auf die Ergebnisse...
Themen des heutigen Seminars:
- Antrag für die FIVA Identity Card
- die Inspektion der Fahrzeuge
- die Klassierung der Fahrzeuge in der Schweiz
- Info über die Abläufe bei der SHVF (ANF-CH)
- Prüfung der teilnehmenden Inspektoren
- Beantwortung von Fragen / Diskussionen
Motiviert und mit viel Sachkenntnis wurde in Gruppen gearbeitet, beurteilt, vermessen, kritisch hinterfragt, anerkennend gelobt. Die gute Durchmischung der Gruppen (Erfahrung auf Autos, Motorräder, usw) ergaben sehr konstruktive und interessante Diskussionen und Anregungen. Ein zweiseitiger Bogen mit Prüfungsfragen wurde von jedem Teilnehmer bearbeitet und wird später vom Sekretariat ausgewertet. Die Resultate werden den Teilnehmern schriftlich mitgeteilt.
Fazit der Teilnehmer vom RHCS:
- im "Westen" nichts Neues
- zum Teil hervorragend vorbereitete Posten mit sehr kompetenten Instruktoren und sehr geeigneten Objekten und Fahrzeugen
- Posten zum Beispiel über Infos der Abläufe bei der SHVF könnte viel interaktiver und interessanter gestaltet oder gleich weggelassen werden
Ich bedanke mich bei Herbert und Ernst für die aktive Teilnahme und hoffe, auch 2019 wieder die eine oder andere ID-Karte für unsere Clubmitglieder ausstellen zu dürfen. Eine schriftliche Wegleitung / Info erfolgt in kürze.
Text und Fotos: Felix Ofner. Die 4 kleinen Fotos können durch Anklicken vergrössert werden.
Am 27. Januar fand schon wieder ein Technikseminar statt. Präsident Lukas Oberholzer begrüsste rund 150 der akkreditierten Inspektoren. Dann gab Felix Aschwanden, Leiter der Technikkommission der SHVF, das Tagesprogramm bekannt. Das Ziel des Anlasses war es, die Inspektoren darüber zu informieren, welche Änderungen ab dem Jahr 2019 geplant sind.
Grundlage für die neue FIVA-Identity-Card (ID) werden folgende Dokumente der FIVA sein: Charta von Turin, Statuten und Regeln, Technical Code 2018, Drivers Code und diverse Richtlinien. Mit der neuen ID werden die Ziele des Weltverbandes bezüglich der historischen Fahrzeuge unterstützt: schützen, erhalten und fördern. Der Prozess zum Erstellen der IDs wird künftig elektronisch mit dem „FIVA Online Tool“ erfolgen. Die Fahrzeug-Eigentümer, die Nationalen Dachorganisationen ANF, die Inspektoren und die FIVA benützen die gleiche Plattform in englischer Sprache. Die Fahrzeuge werden in einer zentralen Datenbank erfasst. Dies soll eine bessere Qualität der Prozesse ermöglichen.
Neu richtet der Eigentümer sein Gesuch an die SHVF, welche nach einer ersten Vorprüfung entweder das Gesuch zum Ergänzen zurückschickt oder den Inspektor bestimmt und es ihm weitergeleitet. Dieser kontrolliert wie bisher die Unterlagen, inspiziert das Fahrzeug und erstattet einen ausführlichen Bericht. Den definitiven Entscheid über die Erteilung einer ID und deren Druck erfolgt durch die SHVF. Über das neue System wird die SHVF im März 2018 detailliert orientieren und nach einer Testphase soll es im Januar 2019 operativ sein.
Im neuen „Technical Code 2018“ wird künftig mehr Gewicht auf die Definition des Originalzustandes des Fahrzeuges gelegt. Es werden die Begriffe Original oder Original-Typ sowie modifiziert in der Periode, periodenähnlich oder nicht in der Periode verwendet. Der Beschrieb der Fahrzeuggeschichte soll neu möglichst ausführlich sein. Dagegen wird die Klassierung der Fahrzeuge vereinfacht: Die Erhaltungsgruppen 1-4 fallen weg und nur noch die Kategorien A-E werden festgelegt.
Die neue FIVA-Identity-Card wird auf den ersten Blick fast gleich aussehen wie heute, wird aber mehr Informationen erhalten, besonders über die Geschichte des Fahrzeuges.
Die Bilder können durch Anklicken vergrössert werden. Text und Fotos © Felix Buser
Da der Termin vom Januar wegen Erkrankung des Hauptreferenten ausgefallen war, wurde das Technikseminar auf den 21. Oktober verschoben. Eine grössere Zahl von Teilnehmern reisten mit ihren Oldtimer-Fahrzeugen an und ermöglichten so eine interessante Fahrzeugschau bei der Berufsschule in Baden. Nach dem Morgenkaffee begrüsste Felix Aschwanden, Leiter der Technikkommission des Dachverbandes, die Technikverantwortlichen der Oldtimerclubs aus der ganzen Schweiz. 2016 war ein neues Rekordjahr bei der Ausstellung von FIVA-IDs durch die SHVF. Er erläuterte zuerst die Organisation innerhalb der Swiss Historic Vehicle Federation und die Aufgaben der technischen Inspektoren. So sei die Qualität der Fahrzeuginspektion ausserordentlich wichtig. Bei der Prüfung von Authentizität und Echtheit werde Genauigkeit und Wahrheit verlangt. Es dürfe keine Interessenkonflikte zwischen dem Inspektor einerseits und Eigentümer und Restaurator andererseits geben.
Künftig wird es einige Neuerungen bei den Bedingungen und den Abläufen zur Erlangung einer FIVA-Identity-Card geben: Die Karte wird auf das Fahrzeug ausgestellt (permanente FIVA-Nummer) und nicht mehr auf den Eigentümer. Auf die Feststellung des Zeitpunkts von Modifikationen wird geachtet: in der Periode, periodentypisch, nicht periodentypisch. Grosses Gewicht wird auf die Fahrzeuggeschichte gelegt. Neu hält die Elektronik Einzug: Antragsformular, ID-Karten-Erstellung und Datenbank der FIVA sind künftig vernetzt. Die offizielle Sprache wird nur noch Englisch sein. Bis Mitte 2018 sollen die neuen Systeme eingeführt werden können. Nach heutigem Kenntnisstand sind folgende Daten zu erfassen: Hersteller/Konstrukteur, Marke/Modell/Typ, Identifikationsnummer, Herstellungsdatum oder Baujahr, Originalbestandteile (dokumentiert/nicht dokumentiert), Modifikationen, Geschichte und frühere Eigentümer, aktueller Eigentümer. Schliesslich zeigte Felix Aschwanden mittels eines Schemas den Lebenszyklus eines Fahrzeuges auf.
Die Teilnehmer absolvierten dann sieben Posten mit verschiedenen Schwerpunkt-Themen: Mitgliederdaten, Grundlagen, Homepage, Identität, Identifikation, Bilder für Dossier und Klassierung. Dabei gab sich die Gelegenheit, Fragen zu stellen und spezielle Probleme zu diskutieren. Schliesslich musste jeder Teilnehmer einen Fragebogen ausfüllen, so dass die Kursleitung den Kenntnisstand feststellen kann.
Vom Renault Heck Club Suisse nahmen an diesem Anlass Herbert Born, Ernst Kasper und Felix Buser teil. Das nächste Technikseminar ist auf den 27. Januar 2018 angesetzt.
Die Bilder können durch Anklicken vergrössert werden. Text und Fotos © Felix Buser.
Viele Teilnehmer reisten mit ihren Oldtimern nach Baden
Tagungsleiter Felix Aschwanden wies auf die grosse Zahl ausgestellter FIVA-Identitäts-Karten hin, erläuterte den Fahrzeug-Lebenszyklus und erwähnte die zu erstellende Fahrzeugdokumentation
An den Posten wurden die Spezialitäten von zwei Motorrädern diskutiert und auf die zur Verfügung stehenden Informationen hingewiesen. Schliesslich musste jeder einen Fragebogen ausfüllen.
Das diesjährige Technikseminar fand am 16. Januar wie in den Vorjahren in der Berufsfachschule Baden (BBB) statt. Organisiert wurde der Anlass vom Vorstand des neuen Dachverbandes und dessen Technikkommission. Einige Teilnehmer reisten trotz Schnee, gesalzenen nassen Strassen mit dem Oldtimer an. Ein Teil dieser Fahrzeuge war für unsere Arbeiten an den verschiedenen Posten vorgesehen.
Der neue Präsident Lukas Oberholzer begrüsste die sehr zahlreich erschienen Teilnehmer und stellte die für den Seminartag wichtigen Leute und Referenten vor. Er legt in Zukunft sehr grossen Wert auf eine noch bessere Ausbildung der Technik-Inspektoren, da einerseits die Strassenverkehrsämter vermehrt die ID-Card als Nachweis für die Beurteilung eins Veteranenfahrzeugs fordern, andererseits die Zahl der Karten-Anträge in den letzten Jahren extrem angestiegen ist. Zu den Technikseminaren werden nur noch die von den angeschlossenen Marken-Clubs gemeldeten Technikverantwortlichen zugelassen. Diese müssen in den Clubs auch den entsprechenden Status haben. Am Schluss des Technikseminars erfolgt eine Prüfung, welche unter anderem Bestandteil der Kriterien wird, ob der Teilnehmer zur Ausstellung von FIVA-ID-Cards berechtigt ist. Der bereits im letzten Jahr vorgestellte neue FIVA Technical Code 2016 konnte aus verschieden Gründen noch nicht eingeführt werden, es gilt nach wie vor der Code 2010. Was aber ab sofort gilt, ist die Dokumentation von wichtigen Identifikationsmerkmalen wie Fahrgestell-, Motor-, Fabrikations- und Farbnummern usw, sowie der Instrumente und des Interieurs mit Fotos.
Seminar-Themen:
- SHVF: Organisation und Adressen
- FIVA Technical Code mit neuer FIVA Identity Card
- Aktuelle Regeln für Inspektoren
- Aktuelle Beurteilungsunterlagen und Instruktionen
- Administration / Beilage-Dokumente / Bezahlung
- Selbständiges Arbeiten an 7 Posten in Gruppen
- Prüfung
Es wurden Gruppen gebildet einerseits mit den Vertretern der Strassenverkehrsämter, den Teilnehmern des Lehrganges "Fahrzeugrestaurator" und unter den anwesenden Technik-Inspektoren. Nach speditiver Postenarbeit folgte ein Mittagessen (auf eigene Rechnung). Anschliessend die Schlussdiskussion im Plenum.
Fazit: es herrscht ein neuer Wind!
Felix Ofner, Technikverantwortlicher Renault Heck Club Suisse.
Fotos: (c) Felix Ofner und Urs Daetwyler








Das Technik-Seminar der Fédération Suisse des Véhicules Anciens fand am 10. Januar wieder in der Halle des Autogewerbe-Verband der Schweiz (AGVS) in Wiedlisbach statt. Die Teilnehmer übten sich in Gruppen im Ausfüllen von Anträgen zur Erteilung eines FIVA-Passes. Dazu standen 16 Fahrzeuge als "Übungsobjekte" zur Verfügung, nämlich 11 Autos und 5 Motorräder. => Die Bilder können durch Anklicken vergrössert werden. Fotos © Felix Buser
In den anschliessenden Referaten wurde auf die angepassten Weisungen des ASTRA für Veteranenfahrzeuge aufmerksam gemacht. Es wurde auch angekündigt, dass der AGVS beabsichtigt, einen Berufslehrgang für Betreuer von historischen Fahrzeugen zu schaffen.































